SPD Ortsverein Worms-Leiselheim

SPD Leiselheim fördert Dialog

Fraktion

Hervorragende Resonanz auf Infoveranstaltung der SPD-Ortsbeiratsfraktion/Oberbürgermeister Kissel informiert umfassend über Lückenschluss "Äußerer Ring"

Im bis auf den letzten Platz belegten Saal des SV Leiselheim war die Spannung deutlich zu spüren. Die Ortsbeiratsfraktion der SPD-Leiselheim um den Vorsitzenden Stefan Guth hatte die Leiselheimer Bürgerinnern und Bürger zu einer Veranstaltung zu den brisanten Themen "Lückenschluss äußerer Ring" und "Hoher Stein" geladen.
In einem sehr detaillierten Vortrag machte das als Referent gewonnene Stadtoberhaupt Michael Kissel die besondere Bedeutung des „Äußeren Rings“ für Wirtschaft, Gewerbe und insbesondere für alle Wormserinnen und Wormser deutlich. Nicht bei allen Anwesenden, die sich vornehmlich aus Nicht-Leiselheimern zusammensetzten, stieß das bereits seit den 60iger Jahren geplante Großprojekt auf Zustimmung. "Zur Zeit liegt die geplante Verlängerung der Krankenhaustangente zur Genehmigung bei der Genehmigungsbehörde in Koblenz", so Kissel. Frühester Baubeginn wäre demnach 2016; es sei jedoch mit Einwendungen und möglicherweise auch mit Klagen zu rechnen, so dass kein verbindlicher Zeitpunkt für den Baubeginn genannt werden könne, so OB Kissel. Das mit rund 12 Mio. € Kosten verbundene Projekt soll vor allem mit hohen Landeszuschüssen finanziert werden und sowohl Leiselheim als auch andere Stadtteile maßgeblich vom Durchgangsverkehr entlasten. „Der Äußere Ring sorgt damit auch für mehr Lebensqualität in Neuhausen, Hochheim, Pfiffligheim und in der Innenstadt“, konstatierte OB Kissel anhand der vorgestellten Prognosen.

Die Frage aus dem Publikum, ob durch den Lückenschluss tatsächlich eine Entlastung im Durchgangsverkehr zu verzeichnen sein wird, war für die Genossen logische Konsequenz. "Fachkompetente Voraussagen und Erhebungen ließen dies bei steigendem Verkehrszuwachs entgegen den Spekulationen der Gegner der Maßnahme zumindest hoffen", äußerte sich das SPD-Vorstandmitglied Dirk Dörsam. "Der Lückenschluss wird kommen", da sind sich die SPD-ler sicher. "Es geht also gar nicht mehr so sehr um das 'Ob?', sondern um das 'Wie?'. Für uns ist es nun wichtig, die Belastungen für die LeiselheimerInnen zu gering wie möglich zu halten", so Stadträtin Patricia Sonek nach der Veranstaltung.

Nichts Neues vom "Hohen Stein"

Aufgrund des für die Jahreszeit ungewöhnlichen Wetterverlaufs konnten die von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zum geplanten Gewerbe -und Technologiepark am Hohen Stein bislang nicht gemacht werden, so dass aktuell keine neuen Erkenntnisse weitergegeben werden konnten.
Die anwesenden Kritiker nutzten dennoch die Gelegenheit, erneut ihre bekannten Argumente vorzutragen. "Ob dieses Gebiet tatsächlich klimatisch und artenschutzrechtlich relevant ist, werden die gutachterlichen Untersuchungen erweisen“, bekräftigte Kissel. Letztendlich handle es sich ja um eine Vorratsplanung für die Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten. Die Stadt brauche auch in Zukunft ein Angebot für attraktive Arbeitsplätze. OB Kissel betonte erneut, dass die Stadt das Thema mit besonderer Sorgfalt behandle und die Entscheidung letztendlich beim Stadtrat liege.
"Für uns lag gerade in diesen Darstellungen und kontroversen Gesprächen der Grund für die Veranstaltung", bekundet Stefan Guth und plädiert weiter für Transparenz auf allen Seiten. Die Leiselheimer Genossen freuen sich einmal mehr, den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit gegeben zu haben, sich direkt über die umfangreichen Positionen und Begründungen eine eigene Meinung zu bilden.